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Mondrian 3D

Für den Familientag des Bucerius Kunst Forum wurde eine interaktive Installation erstellt, um die Bilder des niederländischen Künstlers Piet Mondrian selbst nachempfinden zu können.
Als Vorlage galt der web-basierte Mondrimat von Stephen Linhart

Die Umsetzung erfolgte als 3D-Version mit einer Steuerung über Freihand-Gesten. Als Sensor kam die LeapMotion zum Einsatz. Die Anwendung sollte in erster Linie Spaß machen und auch für Kinder ausgerichtet sein.

Ablauf

Man startet mit einer weißen Leinwand in der Mitte. Diese kann zerteilt und eingefärbt werden. Durch das Zerteilen werden immer neue Blöcke erstellt, die wiederum eingefärbt werden können. Dadurch enstehen nach und nach einzigartige Kunstwerke.

Interaktionskonzept:

Auf der linken Seite kann eine Farbe gewählt werden. Durch eine Kreis-Geste drehen sich die 5 Farbblöcke in die Richtung, in die man den Kreis in die Luft gezeichnet hat. Die Farbe, die oben ist, ist die aktuelle 'Mal-Farbe'. Auf der rechten Seite ist die Aufteilungsfunktion. Die Leinwand kann entweder horizontal oder vertikal geteilt werden. Gewechselt wird auch hier mit einer Kreis-Geste.
Angewendet werden die Funktionen über eine 'Screen-Tap'-Geste - jeweils mit der Hand, die abgewandt von der Funktion ist. Mit dieser Hand wird einer der Blöcke ausgewählt. Ein farbiger Kreis ist dabei Cursor und gibt Orientierung bei der Auswahl.

Beispiel Farbe: Mit der linken Hand zeichne ich Kreise, um die gewünschte Farbe auszuwählen. Mit der rechten Hand positioniere ich den Cursor auf dem Zielblock und machen einen Screen-Tap. Damit wende ich die Farbe auf den Block an.

Beispiel Zerteilen: Mit der rechten Hand zeichne ich Kreise, um die gewünschte Funktion auszuwählen. Mit der linken Hand positioniere ich den Cursor auf dem Zielblock und mache einen Screen-Tap. Damit zerteile ich den Block in zwei.

Verwendet werden immer beide Hände.
Durch das Zeichnen eines Kreises in der Luft, löst man die Kreis-Geste aus. Die Richtung, in die der Kreis gezeichnet wird, wird auf das Modell übertragen.
Der Screen-Tap ist angelehnt an die Bedienung eines Touch-Screens. Zum Anwenden, wird der ausgestreckte Zeigefinger in Blickrichtung bewegt.

Als zusätzliche Interaktion kann mit ausgestreckten Fingern die Kamera in einen "Frei-Flug" gehen. Durch Neigen der Hände lenkt man die Kamera rund um die Leinwand und kann das Kunstwerk von allen Seiten betrachten.

Verlässt jemand die Installation, zerfällt nach einigen Sekunden die Leinwand in die einzelnen zerteilten Blöcke und startet neu mit einer weißen Leinwand.