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LivingPlace Hamburg

Das LivingPlace ist eine 130qm Loft-Wohnung auf dem Campus der HAW-Hamburg. Hier werden Konzepte zu 'Smart Home', 'Ambient Assisted Living' und 'Wohnen der Zukunft' entwickelt.

Ein mögliches Szenario wäre der morgendliche Alltag: Sensoren im Bett erkennen die Schlafphasen des Bewohners. Die Wohnung hat mit der Zeit gelernt, wie lange der Bewohner benötigt, um nach dem Aufstehen die Wohnung zu verlassen. Der Uhrzeit des ersten Termins wird aus dem Kalender gecheckt - sowie der Ort und die Verkehrslage dorthin. Aus diesen Informationen wird die optimale Weckzeit ermittelt. Geweckt wird dann je nach Wetterlage. Scheint die Sonne, werden die Rollos geöffnet, regnet es, wird der Sonnenaufgang simuliert...

Solche und weitere Szenarien werden theoretisch entwickelt und im LivingPlace versucht, praktisch umzusetzen. Um die einzelnen Konzepte zu überprüfen, ist ein vollwertiges Usability-Labor integriert.


Im Rahmen dieses Projektes, habe ich die Steuerung für das Licht, die Rollos und die Gardinen entwickelt und an das Sensornetzwerk angebunden.
Eine touch-basierte Anwendung, um alle steuerbaren Aktoren manuell bedienen zu können, sowie eine App, die Licht passend zum abgespielten Lied schaltet, sind von mir entwickelt worden.

Lichtsteuerung
Die Lichtinstallation des LivingPlace ist eine Mischung aus farbigen, indirekten Lichtelementen, die über DMX angeschlossen sind, sowie eine direkte Beleuchtung, bestehend aus warmweiß und kaltweiß Elementen, die via DALI gesteuert werden. Die beiden Lichtnetzwerke sind zusammen am Pharos LPC Controller angeschlossen. Der Pharos Controller hat über ein eigenes Eingabe-Interface feste Licht-Szenarien einprogrammiert bekommen. Die Firma Ljusarkitektur aus Schweden hat die Lichtinstallation geplant und die Stimmungen und Szenarien entworfen.

Um eine High-Level API für die anderen Aktoren des LivingPlace bereitstellen zu können, musste ein Zugang zum Controller ermöglicht werden, ohne die Interna zu kennen. Der Controller ist jedoch nicht dafür ausgelegt, die internen Prozesse von außen steuern zu lassen. Er hat einfache Input-Möglichkeiten, die als Trigger in feste Szenarien eingebunden werden können.


Dieser Mechanismus wurde genutzt, um Lua-Code auf dem Controller auszuführen. Der Lichtservice hat deswegen einen Lua-Script Generator, der eine Steuerung von jedem Licht Element ermöglicht. Darüber hinaus werden zusätzliche Abstraction Layer erstellt, um ganze Raumsegmente zu steuern.

Die Arbeiten sind unter anderem in den folgenden Videos zu sehen:

Weitere Informationen unter livingplace.org und seamlessinteraction.com